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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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keine Vorwürfe, die man dem System der Bibelmacht, unbegründeter, als die von ihrer Menschen»feindschaft in Ansehung dieser Lehre. Sic ist gewißMenschensceundin: denn ihr Ideal der Menschheitgeht über alle philosophische Ideale hinaus

Die harten und zum Theil schimpflichen Strei-tigkeiten über den freien Willen des Men-schen nach dem Fall sind meistens durch Per-sönlichkeiten der Streitenden so hart gemacht wor-den; mich dünkt, da wir jetzt aus dem Drange derZeiten hinaus sind, sollten wir aus und nach derBibel bald Schluß fassen können. Sie spricht näm-lich keinem Menschen ein Vermögen in natürli-chen Dingen ab; nur von geistlichen, göttlichen,himmlischen Dingen und auch bei diesen nicht bloßvom Wollen, sondern vom primitiven Erken-nen und von der ganzen Gestalt des Men-schen zu seiner Gottgefällig keit ist die Rede,und da, dünkt mich, muß man die Offenbarungbestimmen lassen, was ihres Theils ist. Ihre gött-lichen Wahrheiten hat sich der menschliche Verstandnicht erfunden noch erfinden können: das ist reskacti. Gott hat also die Erziehung des Menschen-geschlechts in höherer, besonderer Zuihat ange-sangcn, und wer will nun Grenzen bestimmen,wo er aufhören kann, darf und soll? Innatürlichen Sachen haben wir alles durch Erziehungund durch den fortgehenden Einfluß anderer Men,schengeister und Menschenherzcn auf uns; in götlli-chen Sachen sollten wir's nicht haben? da soll dermenschliche Verstand Alles aus sich erfinden, dasmenschliche Herz Alles aus sich thun können?