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das Studium der Theologie betr. 4»3
sie's thun) so thue sie's; nur sie verhehle die Krank-heit nicht, der sie Arzt seyn soll: denn die ersteTugend des Arztes ist, die Krankheit zu kennenund bis auf den Grund zu erforschen. Die philo-
sophischen Zweifel gegen die sogenannte Erbsündesind also, dünkt mich, nicht weit her; und die pä-dagogischen Zweifel unsers Jahrhunderts vielleichtdie sonderbarsten von allen.
Führen Sie, mein Freund, in dieser ganzenLehre sich und Ihre Gemeine aus dem Felde deSallgemeinen Raisonnemcnts auf Th a t, Geschichte,Erfahrung. Es ist merklich, daß die größestenZweifler hierüber gerade die wenigste Erfahrung ge-habt zu haben scheinen: denn Helvetius Systemz. B. ist offenbar gegen die Natur und auch beiRousseau, diesem sonderbaren menschenfreundli-chen Menschenfeinde, haben Grillen gegen die Theo-logie oder sein volles Herz ihn hier, wie sonst mehr-mals , irre geführet. Wer kann Erbkrankheiten an-nehmcn, ohne daß cs, selbst nach dem System derPhilosophen von Verbindung der Seele und desKörpers, nicht auch Erbfehler gebe? und werwürde, bei jeder andern Materie , nicht die Unzu-lässigkeit eines abstractcn, allgemeinenIdeals in lauter einzelnen Fällen einerbloßen Geschichtsache rügen ? Weisen Sie alsoIhre Menschen an, den Engel im Menschen nichtvorauszusetzcn, sondern auszubilden, dasin ihm liegende Gold nicht schlackenlos anz »neh-men, damit man sich Mühe erspare; sondern eszu reinigen, zu läutern. — Uebrigens sind
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