das Studium der Theologie betr. 40,
Uebcrgang jenes in diesen, unnöthigcr Grübeleienund Hypothesen. Folgen Sie klar der Geschichteder Schrift, wie sie uns Adams Fall beschreibt;es ist Geschichte, aber unser aller Geschichte.Wie Er fehlte, fehlen wir: die Jugend des Men-schengeschlechts ist unser aller Jugend. Ich begreifecs nicht, wie man so außerordentliche Schwierigkeitfindet, eine natürliche Sündhaftigkeit derMenschen anzunchmen; mich dünkt, die Erfahrungbei denen, die unsers Herzens und Bluts sind,sollte cs uns, wenn die Bibel auch nichts davonsagte, von ihrer Kindheit an, lehren. Wer kann,wer darf sich rühmen, daß Er der primigene Adam,der natürliche, noch unangetastete Keim aller mensch-lichen Kräfte und Tugenden, kurz das vollkom-mene Exemplar der menschlichen Natursey? und daß er als solches geboren werden?Und das war Adam, wie uns die Schrift saget.Nun breitet sich durch seine Schuld, die Gottvorhergesehcn und ln den Plan seiner Hähern Barm-herzigkeit und Menschenordnung cingeschlofsen hatte,gleich von ihm durch alle Kanäle seines GeschlechtsSchwachheit, Mangel, Sünde, Unvollkommenheit,Keime zu Jrrthümern, Lastern und Thorheiten her-unter. Wir kommen, so wie mit einzelnen, sehe-best immten, Gesichtözügcn, Kräften und Anla-gen, so auch mit eben so bestimmten Indispositio-nen , Neigungen, Mängeln auf die Welt, die sichoft schon in den ersten Zeiten der Kindheit sonder-bar äußern. Die Philosophen, die alle menschlicheSeelen für gleich und gleich leer halten, die sieeinem kreideweißen und sonnenreinen Papier ver-Hcrdcrs Werke z. Rel. u.Theol, IX. Ec