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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefs,

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uns cinredcn will, daß hier kein Uebcl, keineUnvollkommenheit sey, lügt; und wer uns damittrösten will, daß doch das kleinste Etwas besser alsNichts sey, hat auch nicht viel gesagt. Genug,so viel sehen wir: bei allem Wechsel der Gestalten,bei allem Tode voll Ausopferung und Zerstörung,der in der physischen Schöpfung herrscht, sind dieGesetze dieser Abwechslung, so weit wir sie über-sehen können, gut und Gottes würdig. Tagund Nacht, Zonen und Jahrszeilcn, Lebensalterund gegenseitige Aufreibung der Geschöpfe: allesdienet Einem großen und guten Gesetz. Todbringt Leben; einzelner Untergang be-fördert eine höhere Ordnung; und nichtsgeht eigentlich in der physischen Naturunter. Sollte cs in der moralischen, der wah-ren Natur, dem Vorralhshause aller Triebfedern,und Kräfte anders seyn? sollte cs hier nicht imeigentlichsten Verstände so seyn müssen? Wennkein sichtbares Staubkorn verloren gehen kann ; wirdeine unsichtbare Gewalt untergeben oder nicht nachbestimmten Gesetzen in ihrer Natur forlgchcn undwachsen? Aber freilich, diese Gesetze sind feinerund von verflochtenerer Art als die bei der Körper-welt: unsere Vernunft sieht bei ihnen nicht weit,weil sic zu wenig vor sich hat, nur Ein Glieddes Verhältnisses nämlich, nicht eine Reihevon Gliedern vor- und rückwärts. Wir wissen nicht,was wir gewesen sind; wir haben keine physischenData vor uns, was wir seyn werden? die Analo-gie verläßt uns auf beiden Seiten. Es muß alsowirklich Geschichte an die Stelle des Raisonne-mcnts treten und diese Geschichte beurkundet