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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 396

Gerechten wiederum ein Heer, die ganze Naturmit Flammen und Winden wird lebendig und schlagtein Lager auf, wenn Gott winkt. Oder sic erzei-gen sich im neuen Bunde de» Menschen so vertraut,daß, da Christus Himmel und Erde versöhnt undAlles zu Einem gemacht hat, sie, die das AngesichtGottes schauen, zugleich der zarten Unschuld derKinder dienen; wie entfernt sind sie in diesemallem von unfern gewöhnlichen Begriffen und poeti-schen Maschinen! Kurz, lehren Sie, mein Freund,die Menschen insonderheit, daß die ihnen nächstenund angemessensten Werkzeuge der Vorsehung sieselbst, daß Menschen gegen einander Engelseyn können und seyn müssen, hier in Liebe, Ge-fälligkeit und Reinheit; damit sie's dort an Erkennt-niß, Macht und Seligkeit werden-

Der Ursprung des Ucbels endlich istwohl die schwerste Frage, die es in der Welt giebt;der Baum der Erkenntniß des Guten und Bösenwar die älteste Prüfung des Menschen und wirdohne Zweifel auch die letzte bleiben. Was die Ver-nunft hierüber an Zweifeln sagen kann, hat Bai-le; was sie an Auflösung versuchen mag, Leib-nitz gesagt; machen Sie sich diese Raisonnemenlswohl bekannt; hüten sich aber, daß Sie Ihre Heerdein keine metaphysischen Dornhecken führen. Offen-bar sind wir hier auf der ersten Stufe von Mora-lität und Einsicht, und nur in der Hoffnung, daßwir nach unfern Anlagen gewiß weiter Hinauf-rücken werden, liegt wahrer Ersatz gegen un-sere Mangel und wirkliche Unvollkommenheiten: dasübrige ist nur Trost armer hülfloscr Acrzte. Wer