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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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389
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das Studium der Theologie betr. Zst-

machen weiß; ein anderer sollte auch nicht Pre-diger werden wollen.

Endlich, mein Freund, kommt Alles, wie Mesehen, darauf an: wie fern ein Mensch hieniedenim Einzelnen sowohl als im Allgemeinen morali-sche Negierung Gottes erkennen, a n -nehmen und anwenden wolle; ohne diesenSinn und Willen und Glauben sind alle Wortevon der Vorsehung schöne, aber nutzlose Mährchcn.In unserm Zeitalter stürmt Aller darauf, unsdiese Ucberzeugung zu rauben, und wir müssenuns schämen, statt in so viel Jahrhunderten wei-ter, vielmehr in unserer Weisheit und Weltbetrach-tung gegen Griechen und Römer hierin merklichzurückgekommcn zu scyn, wie so viel neuere phi-losophische Geschichten der Welt beweisen.Jene sahen und hakten doch noch bei dem, was siethaten und schrieben, einen unwandelbaren, gewis-sen , festen Zweck: das allgemeine Gute , aufwelches die Götter schauten, und für das auch siehandelten, lebten und starben, war ihnen doch we-nigstens , wenn auch mit vielen falschen Begriffendes Ruhms, der Vaterlandsliebe u. f. durchflochlcn,klar vor Augen; was aber haben wir ? In un-serer Geschichte und Mcnschcnvcrwaltung werdenp h y si sch c Zwecke gesucht; die moralischen dagegenvergessen oder lächerlich gemacht.Mit physischenKräften, nicht mit moralischen, heißt es, muß,,man sein Glück bauen; der Narr, der cs mitdielen sucht, geht, wie das Meer der Weltge-schichte zeigt, gewiß unter. Je mehr zum Ge-brauch und zur Regierung der Menschen sich die