Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
Entstehung
Seite
383
Einzelbild herunterladen
 

das Studium der Theologie bctr. 383

eine Posse, durchs närrische Ohngefähr spielen undenden?

Je medr Sie also Menschen aufmersam machenkönnen, diese Absichten Gottes bei den Ber-ka n q n i s se n und kleinsten Umständen ih-res Lebens zu bemerken, zu erforschen,zu befolgen, in allen Führunqen, wie Agamem-non , da er vom Traum erwachte, die Stimmedes alten Nestors der Welt, und was er uns jetztund keinem andern, jetzt und sonst nimmer, durchdiese und keine andere Schickung in der Weltsagen wollte, zu hören; je mehr Sie dies bei sichund andern bewirken, desto mehr haben Sie le-bendigen Glauben an Gottes Vorsehung ge»pflanzet. Siehe, wie die Augen der Knech-te auf die Hände ihrer Herren sehenund die Augen der Magd auf die Winkeihrer Frauen; also sehen unsere Augenauf den Herrn unfern Gott. Gleichwiedu nicht w rissest den Weg des Windesund wie die Gebeine in Muttcrleibc be-reitet werden: so kannst du GotteS

Werk nicht wissen, das er thut überall;aber an dir und gegen dich selbst sollt du's erfah-ren und bemerken.

Wir haben einen Freund in uns, der uns aufdiese Fußtapsen der lim und mit uns wandelndenLiebe immer aufmersam macht; es ist das zarteHeiligthum in unserer Seele, wo die Stimme undAbsicht Gottes lange Zeit sehr hell und klar wie-dertönet. Die Alten nannten sic den Dämon,den guten Genius des Menschen» dem sie mitso vieler Jugendliebe huldigten, mit so vieler Ehr-