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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

wohl thut, breitet er rings um uns aus, er zeigtsie uns in jeder blühenden Feldlilie, in jedem Ge-sänge des luftigen, immer vergnügten Vogels. DerFall Ninive's und das Welken des Kürbis ist imBlick Gottes verbunden unzählige Beispiele mehr.Machen Sic sich, mein Freund, in dieser Haupt-lehre für's menschliche Geschlecht die Bibel, ihreGeschichten, Psalmen, auch manche sehrrührende und kindliche christliche Poesien und Liedernicht nur bekannt: sondern prägen sich dieselben inHerz und Seele-

Mein Rath zum Vortrage der Lehre wird in-sonderheit der Methode der Bibel folgen und Ihnenetwa die Punkte zeigen, die ich insonderheit wirk-sam und trostreich für's menschliche Gemüth gefun-den habe. Prüfen Sie sie nach Ihrem eigenenEindruck.

Zuerst. Gott muß den Menschen als gegen-wärtig, als mitwirkend in ihr Leben , auchin die kleinsten Umstande desselben mit sei-nen Absichten verflochten, dargestelltwerden; sonst bleiben die schönsten Lehren vonAllgemein her, entfernt, todt und öde. Wennnichts in der Welt ohne Gedanken und Absicht ist;sollte es die Welt der Welt, das menschliche Leben,und die Triebfeder aller Sichtbarkeit, der Gang desmenschlichen Herzens, seyn können? sepn dürfen?Wenn ich keinem Kinde was völlig Absichtloses zu-traue; sollte ich's von der ewigen Weisheit glauben,die sich ja im Bau des Schauplatzes so absichtsvollgezeigt hat? Und das Schauspiel selbst, wozu siejenen aufführte, sollte sich, von ihr verlassen, wie