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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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380
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Briese,

Zuweilen zwar vergaß ich eS; Loch heutScharf' ich die Sinne

Und seh, wie klug des Herren Arm regieret,

Und seh, wie gut er mich bisher geführet,

So daß mein Fuß kein Unglück je berühretBis diesen Lag.

Mit Wollust hast du mir das Herz getränkt,

Den Becher voll hast du mir eingeschenkt,

So daß noch jetzt mein Geist, der deß gedenkt,Für Freude taumett.

Vergiß, Herr, mein so unbesonnen Klagen,

Als murrend dich dein Liebling durfte fragen:Erschufst du mich allein, um mich zu plagen?"Vergiß es, Heer!

Ost spricht der Mensch:ich weiß, daß Gottmich haßt!

Was drückt mich sonst des Unglücks Zentnerlast?"Das macht, weil er des Herren Sinn nicht faßt;

Sonst würd' er schweigen.

Ein Kind, zu klein, der Mutter Sinn zu deuten,Und daß die Lieb' es müß' am Bande leiten,Damit sein zarter Fuß nicht möge gleiten,Beweint den Zwang.

Bei mir ist nun die Kindheit überhin.

Ich seh die Hand, in deren Macht ich bin,

Und Gott ist nun dem kluggewordnen SinnUnendlich klüger;

Mein Vater! Könntest du dein Kind wohlhassen?"

Sollt' ich denn murrend deinen Arm verlassen?Und kröch ich gleich gebeugt hindurch die Gassen,Gort liebt mich doch.