das Studium der Theologie betr. 27»
Unermeßliche gehen, wo kein Ort und Zeit ist, unddie Allwissenheit, Allqegenwart, Prädestination,Justisikakion in Gott begründen! Die nicht wis-sen, wie sie ihre Hand regen, wie ihr Geist aufden Körper wirkt, eben da er wirket — wolltendemonstriren, wie Gott auf die Welt, auf andereGeister, Elemente, Körper wirke? — insariis in-oaniarurri! Für sich bemühen Sie sich hierin umdie bescheidensten, unverfänglichstenAusdrücke, sich zu erklären; schweigen aber da-von vor der Gemeine.
Mit ihr reden und erklären Sie die Spracheder Bibel. Diese spricht zu Menschen menschlich;und ich weiß nicht, ob von der Ewigkeit, der Un-veränderlichkeit , der Allgcgenwart, Allwissenheit,Heiligkeit, d. i. Unvergleichbarkeit Gottes, erhabe-ner, faßlicher und prägnanter gesprochen werdenkann, als im 90. >02. 129. Psalm, in so schö-nen Stellen des Buchs Hiob, im Jesaias und über-all in Mose und den Propheten, wenn der Nameund die Natur Jehovah's erklärt wird. Im Jo-hannes, wo Christus von Gott, seinem Vater, sooft spricht, thut er's immer auf die kindlichste,innigste Weise. Diese Stellen mit ihren edlen Be-griffen der Jugend einzudrücken, ihr Gott überalljn der Natur und Schrift unvergleichbar, groß undliebenswerth zu machen, von ihm nie zu sprechen,als mit Fassung, Theilnehmung und Ehrfurcht —dies ist die schönste Philosophie des Christenthumsüber Gott, aus seinem und seines Sohnes Munde.Was Philosophen mit großer Mühe dunkel und
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