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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

mi'nologie übcrhängt, die noch nicht völlig von ihrwegbleiben, ja die in unserer Sprache jetzt beinahezu Hause seyn will, ob der gemeine Mann gleich,selbst nachdem er sie hundertmal gehört hat, sieeben nicht mehr verstehet, als da er sic zum ersten-mal hörte. Bcwcgun gsgründe und ihre B e-slim mutig, Triebe und Vollkommenhei-ten, Wesen und Möglichkeit, Gesichts-punkte, Lagen, Situationen, Charakte-re, Ideale u. dgl. sind noch auf der Kanzel,und oft werden sie, ganz unnütz, ja vom Rednerselbst unverstanden, am Unrechtesten Ort gebraucht.In den damaligen Streitigkeiten über die philoso-phische Art zu predigen kamen unter andern theo-logische Gedanken heraus, wv eine philosophi-sche Predigt in gutes verständliches Deutsch übersetztwar: wie oft hatte man zu solchen Uebersetzungennoch Anlaß, und bedauert die Menge, die es nichtthun kann! Nur freilich ist unsere Neueste Bücher-sprache, die sich auf die Kanzel gedranqet hat, nichtaus Wolfs Schriften, die nicht mehr gelesen wer-den: sondern aus Frankreich, England, Italienund ich weiß nicht wo her? Die zu vielen Ueber-sctzunqen (und meistens durch Handarbeiter, dieden Genius unserer Sprache nicht kennen,) verder-ben diese: eine zu frühe, zu flüchtige, zweckloseLesung solcher und allerlei Schriften verderbt nochmehr. Unser Erbcharakter, die Nachahmungssucht,macht, daß wir immer borgen und betteln, ja daß,wenn sich nicht die Sachen selbst so leicht forlbrin-gen lassen, wir wenigstens Worte, d. i. leere,hölzerne Gefäße mitnehmen und nachher kindisch