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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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jene lagen zum Unglück in bittern Streitigkeiten,diese waren mit der Seuche eines spanischen ÜbelnGeschmacks behaftet; beides, Polemik und einspitz fündiger Geschmack kam also auf dieKanzel. Nun wurden schrecklich - dogmatische , wi-derlegende, donnernde; oder emblematische und Bil-dcrpredigten gehalten, die sich abermals eine Zeit-lang erhalten haben. Männer von feinerm Geistund befserm Herzen schlungen sich an die Mystik;bis endlich aus ihren Nachlässen in unseren Jahr-hundert der Pietismus entstand; aus welchem so-dann andere Seelen Hervorgiengen, deren jede sichihre eigene Erbau ungS- und Kanzelspracheoft mit großer Wortvcrwirrung und mit einer gareigenen Psychologie bilden wollte. Weil dieser Vor-trag zum Herzen sprach, so konnte das spanischeBilderwesen und bloße Wortgeklingel, so wie auchdie rüstige Streittheologic ihm nicht bestehen. Phi-losophie aber machte sich gegen ihn auf, undunstreitig mit befserm Glücke auch für den mensch-lichen Verstand, der vor allem andern Klarheit lie-bet; bis endlich auch sie die ganze Dogmatik undMoral, ja sogar Predigten und Katechismus ineinen neuen spanischen Mantel hüllte. Die Reli-gion gehörte nun zur besten Welt, und ausdem vollkommensten Wesen folgt der Z u-sammenhang aller Dinge, auch der S ü n-de, des Lasters, der Gerechtigkeit Chri-sti, der Buße, der ewigen H ö ll e n str a fen,wie zu erweisen. Wo konnte man auch bes-ser erweisen, als auf der Kanzel, wo niemand wi-dersprach? und so ward selbst die Kanzel, zumalda Wolf deutsch geschrieben hatte, mit einer Ter-