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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

mit Worten quälen, zu denen hie Veranlassunglängst dahin ist, die unsere Zeit (denn auch dieArt der Sprache und des gemeinen Sinnes verän-dert sich) gerade eher in einer andern Bedeutungaufzunehmen geneigt wäre, als sie ursprünglich ha-ben sollten? Verba valent, 8iout numiui, undso wie die Philosophie, ja jede Kunst und Spracheihre Lineamentc verändert, warum sollte es diescholastische Dogmatik nicht, die sofern jabloß Philosophie, Kunst, Sprache ist?

Ich weiß nicht, ob man sich in dem Streit,ob die gelehrte Terminologie aus der Theologie zuverbannen sey? genau an diesen Gesichtspunkt ge-halten habe; er ist, dünkt mich, der einzige wahreGesichtspunkt. Cs fragte sich nämlich; aus welcherTheologie sollen sie abgeschast werden? Nicht ausder akrvamatischen Dogmatik; sonst müßte diese,um eine genaue Wissenschaft zu sepn, sich eineneue Terminologie erfinden. Aus der Ge-schichte der Dogmatik noch weniger: denn dasind sie rsa kscti, die wjr zwar vergessen, nichtwissen, nje gelernt haben können (woran niemandzweifelt,) die aber deshalb im Buch der Zeiten,was sie sind, bleiben und bleiben werden, ja andenen häussg die Genesis und die Gestalt unsererTheologie klebt, wie in vielen Proben Ernesriund andere gezeigt haben. Db aber verflochtene,abgelebte, ausgestorbene Worlkrämercien von derKanzel und aus der Katechese wegbleiben kön-nen, ja wegblcibcn müssen, wer sollte daran zwei-feln ? Geht man denn mit verrosteten Schwerternzu Felde, die jetzt weder treffen noch schneiden?