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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

lesen Sie sie nicht anders, als hinter seinen Eon-fessionen. Die ersten als schöne Declamationcneines vom Wege verirrten Einsamen über ein pa-radoxes Thema; was Wahrheit in ihnen ist, wirdsich Ihnen theilweise doch aufdringen und Sie wer-den diese eingeschränktere, bewahrte Wahrheit destomehr lieben. Sein Emil ist voll von Beobach-tungen und Lehren für die Menschheit: sein Glau-bensbekenntniß des savoyischen Bicars in demselbenhat schöne Stellen über Gott, Gewissen, die Stim-^ me der Natur und die Vortrcfflichkeit des Evange-liums , bei allen Zweifeln, die er dagegen vorträgt.Diese haben ihm Verfolgung zugezogen, und seinsonst nützliches Buch dem Feuer überantwortet; siestehen aber in hundert andern Büchern, die über-all gelesen werden, und beziehen sich meistens aufden Hauptzweifel, daß die geoffenbarte Religionnicht allgemein sey, welches sie auch, als Ge-schichte, offenbar nicht seyn konnte und ftynwollte. Uebrigens lesen Sie zu des Rousseau Lob-reden auf die natürliche Religion auch MösersBrief an den Vicar*): er giebt sein Wortfür die positive Religion aus seine Weise; wiedenn auch wirklich jener lobpreisende Traum man-cher Deisten vom Glanze des allgemeinen Na-turlichts und der allgemeinen Naturreligion,der Geschichte dcr Menschheit nach, nichts als einglanzender Traum seyn dürste. Wann haben dieMenschen solche natürliche Religion in aller Rein-heit und Würde gehabt? welche Menschen? und seit

') Schreiben an den savoyischen Vicar, Bremen 1.777.