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das Studium der Theologie betr. 349
er ist, so oft declamirt er, insonderheit von sichselbst, jenem großen Moi, das seine Statue zuerstausspricht; auch sind einige seiner Hypothesen, inder Allgemeinheit, in der er sie vortrug, ob er siegleich nachher immer mehr einschrankte wohl nichtzu retten gewesen. Im Reich der Tobten aber wirdselbst sein Feind Voltaire ihm nicht mehr laugncn,daß er ein starker, kühner Geist, ein beredter Mannund ein strenger, eifriger Liebhaber dessen gewesen,was Ec für Wahrheit ansah. Seine Beredsam-keit, sein Haß gegen die Laster der Gesellschaft undder Gelehrten, seine feurige Liebe zu einem Idealvon Tugend und Redlichkeit, ob er sie gleich mitsaurer Sonderbarkeit vermengte, werden ihn immerals einen Coloffus unter den Schriftstellern unsersJahrhunderts darstellen, von dem es Schade ist,daß jugendliche Fehler und Unglücksfalle ihn inmanchem Gefühl für sein ganzes Leben verdarbenund die Blüthe seines Daseyns zu einer herbenFrucht machten. In diesem Betracht sind seineOonksosions, die ich Ihnen indessen jetzt noch nichtzu lesen rathe, das warnendste Buch für einenjungen Menschen, das seyn kann. Es zeigt nichtnur, was für einen bösen Einstuß Verirrungen derJugend auf's ganze Leben haben, und welchem ge-fährlichen Labyrinth man sich aussetze, sobald manohne Grundsätze die gemeine Bahn der Gesellschaftverlaßt: sondern bei Rousseau selbst wird's offen-bar , aus welchen trüben, traurigen Quellen derSchimmer jener Lieblingsgrundsatze geflossen sey,den man nachher in seinen Schriften bewunderndanstaunte. Wenn Sie also einmal seine Schriftenlesen, (noch halte ich's nicht für gut und nöthig) so