das Studium der Theologie betr. 35 r
wann? wie lange? Und welche Menschen unter unssind geschickt, sie zu haben, sie zu bewahren, im-mer darnach zu handeln, ja nur ibre gepriesenehimmelklare Schönheit, Harmonie und Reinigkeitrecht zu bewundern ? Alle solche Sachen in Rous-seau und seines gleichen muß man, ohne den Werthder Abstraclion selbst zu verkennen, wie utopischePlane lesen»
-Aber nun genug, mein Freund, denn
über die Schriften der andern Philosophen lasse ichmich jetzt mit Ihnen nicht ein; Sie haben andere,unschädlichere, nöthigcre Bücher für jetzt zu lesen.Von Einigen derer, die Sie mir genannt haben,z. E. von Hume, Helvetius, Bolingbroke,Voltaire, halte ich, sie als Philosophen betrach-tet, so gar viel nicht; nur daucrt's mich freilich,daß sie in manchen antideistischen Systemen undWörterbüchern schnöde abgefertigt und fast immermit Leuten zusammengesetzt werden, die weder anGeist noch Absicht das mindeste mit ihnen gemeinhaben. Muß eS nicht jeden billigen Mann, derdiese Namen anders als aus Wörterbüchern undKctzcrregistern kennet, beleidigen, wenn ein Mon-tesquieu und der Narr La-Mcttrie, einShaftcsburi und Chubb, der ernste Rous-seau und der Spötter V o l la ice , in buntemTriumphe neben und durch einander Schau ge-führel werden? ja daß oft ein Mensch über sie,als über die elendesten Schriftsteller, das Uctheilspricht, der kaum ihr Abschreiber zu seyn werthwäre. In unserm Jahrhunderte ist das nicht nur