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er bei Engländern und Deutschen unter den Dei-sten stehet; wahrscheinlich wegen einiger Spöttereien,die er sich in seinen früheren Schriften gegen man-che ungeschickte Vertheidigcr ihrer sogenannten Re-ligion erlaubte. Daß Scherz kein Prüfstein derWahrheit sey, hat Brown, der berühmte Ccnsorder Sitten, sehr eifrig gezciget; auch der gulmü-thige feine Berkelei zieht ihn in seinem iminurskliilosoxlier- OisIoZ. lll. darüber durch — an-dere Gegner der Deisten zu geschweigcn. Auch we-gen des Satzes, daß man die Tugend um ihr selbstwillen lieben müsse, hat man ihn sehr getadelt, dendoch die Enthusiasten der Religion und Fcnclonselbst behauptet haben. In seinem Lobgcfange aufdie Natur soll er gar ein Atheist, ein Pantheistseyn, ( wozu Gundling alle Weisen des Alterlhumsmachte) den Herren entfallen die Namen, nachdemsie ihre Schlafmützc schütteln. Genug, mein Freund,lesen Sie ihn mit Vernunft und Unterscheidung;deswegen aber, in dem, was er Feines und Schö-nes hat, mit nicht minderem Gefühl für Wahr-heit und Humanität, die Blüthe aller menschlichenTugend-
Ucber Rousseau werde ich vielleicht härterdenken, als Sie glauben, wenigstens bin ich keinso blinder Rousseau-Verehrer, daß ich, wie viele,ihn, ich weiß nicht für welchen Himmelsgesandten,den vollkommensten Erklärer und Märtyrer mensch-licher Wahrheit u. s. hielte; mich dünkt, ec warmehr Märtyrer seiner Krankheit, seines philosophi-schen Egoismus und einer sonderbaren menschen-freundlich - menschenfeindlichen Laune. So beredt