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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Seite
346
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Briefe,

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Achtundzwanzigster Brief.

Schämen Sie sich Ihrer Empfindung nicht. Eswäre ein übles Zeichen, wenn Sie sowohl bei die-sem Gesänge, als bei den Gesprächen, die ich Ih-nen sonst nannte, unempfindlich geblieben wären.Im Alter wird die Seele kalt, und der Schwungdes Enthusiasmus nimmt ab; wir werden durch somancherlei traurige Erfahrungen aus der idealischenin die Körxerwelt, oft in eine sehr dürre oder un-reine Welt zurückgcstoßen, daß uns der Aufflug indie blumigen Gegenden der Phantasie wohl verge-het; wehe aber dem Jünglinge, dessen Herz undSinn für die Reize der Natur, für die Schönheitder allgemeinen Wahrheit und Tugend verschlossenist, der an die Sonne des Himmels wie an einenkalten Fels denket. Ich wünsche mir noch oft dieStunden jener ersten, süßen Begeisterung zurück,da in den Wissenschaften mir Alles neu war, dadie Wege des Studiums und des Lebens wie holdeAuen im Glanze der Mvrgencöthe vor mir lagenund ich noch keine Schlangen, Dornen und Distelnkannte, die leider auch zu ihnen gehören.

Indessen würden wir auf zu weite Abwegegerathen, wenn ich Ihnen nach einer so leichtenVeranlassung meines letzten Briefes jetzt von Meh-rern sogenannten Na t ur lh c o l o g e n Rechnungoblegen soll. Bei denen, die ick genannt habe,und über die Sie ein ausführliches Unheil wün-