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das Studium drr Theologie betr, 3-jZ
Nun schien mein aller Stand mir völlig uner-träglich,
Seit ich die Schönheit sah, (die seh ich jetzo täglich!)Die, wie Aurorens Glanz, sich überall erstreckt.
Hier steh ich bloß vor ihr und frei vom finstern Nebel,Worin der Haufe rappt und der gelehrte PöbelGroßsprcchend und doch tief bis an den Scheitel steckt.Dann steig' ich göttlichkühn hoch über diese Tannen,Zur Schönheit ewigem RevierUnd komme stets liebcrunkener von dannenUnd Geist und Sehnsucht bleibt bei ihr.
Ach Phädon, sichst du nicht die Hellen Bächerinnen!
Entfeßle deinen Geist von den zu groben Sinnen,Komm! fleuch an meiner Hand der Quelle selber zu.Getrost! Du wirst da nichts von alle dem verlieren,Was kleinre Lüste dir hier in die Sinne führen;
Dort wallt ein Meer der Lust voll Anmuth und voll Ruh.Hier wirkt doch nichts so sehr zur Labung als zum Reizen,Da man dort zum Genüsse geht:
Wer wird, als Kind, nach Einer Freude geizen,Wo jede Fröhlichkeit entsteht?
Licht! Schönheit! höchster Plan! Natur! selbst-ständig Wesen!
Geist! (oder, was du dir für Namen auserlesen,)Beweger! ewge Kraft! du, die in allem lebt,
Wie stark bist du ! wie groß ! wie vielfach ausgegossen!Auch Ich bi» deiner Art und von dir hcrgeflossen,Und fließ' in dich zurück, wenn sich mein Geist erhebt.Ach, ich bescheide mich und decke meine Blöße,
Um dich allein gefall' ich mir!
Ein kleiner Theil der Ungeheuern Größe ,
Ein Theil, jedoch «in Theil von dir.