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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 3Zg

noch weniger zwischen verderbter Natur und Offen-barung. Da paßt vielmehr die Krankheit und derArzt, die Acmuth unsers Wissens und die gütigeAlmose einer höbern Erkenntniß so gut zusammen,daß schon nach Sirach und dem weisen Salomo beidezusammen seyn müssen; denn der Herr hat'salso geordnet. Wie verschiedene und sich einan-der entgegengesetzte Elemente machen in der NaturGottes Eine Welt aus! Feuer und Wasser, Lustund Erde; sollte es in der Hähern Natur der Haus-haltung Gottes mit Geistern der Menschen andersseyn können? anders seyn dürfen? Das KreuzChristi und die Unwissenheit der Weisen gehört daso gut zusammen als Nichts und Etwas, ausdem eine Welt ward

Sonst, lieber Jüngling, lobe ich Sie, daßSie sich Ihrer Griechen und Römer so warm ent-nehmen. Wer wird von einem Zcenophon und Plato,Homer und Pindar, Plutarch und Cicero, Senecaund Antonin, als Naturtheologcn betrachtet, kaltreden? Was sie Gutes sagen, wer sagt's besser?und wenn sie nicht alles sagen, oder nicht alles rechtsagen: konnten sie dafür? haben wir's nicht anderswoher reiner? Also lasset uns auch das Göttliche,das sie durchgeht, würdig nutzen und den heiligenTempel des Unsichtbaren, den sie in der Naturverehrten, nicht durch Lästerung seiner Diener imWorhofe schänden. In manchen griechischen Gesän-gen, in manchen Entzückungen des Sokrates beiPlato und sonst in schönen Stellen des Plutarch,Maximus Tyrius, Cicero u. a. sind Stimmen, dieeinen Menschen aus dem Traum wecken müssen,

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