Briefe,
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jn der Kindheit, durch's Ohr mein Auge und meineSeele. Väterlich unterrcdet er sich mit mir, wagich in der Schöpfung zu sehen habe? was ich inderselben sey und sei-n soll und seyn werde? Nunwird mir der heilige, stumme Tempel lebendig, dasschöne Chaos wird angehende Harmonie und Ord-nung ; wenigstens bekomme ich einen Leitfaden,mich durch's unermeßliche Gewirr dieser unüberseh-baren Scencn an meinem Theil herauszusinden,herauszuwinden. — Noch mehr. Die lehrendeStimme seines Aufschlusses, dieser Mittelbe-griff der Deutung und Beziehung allerDinge auf mich und mein Daseyn, denich nimmermehr gefunden hatte, und jetzt nimmer-mehr verlieren werde; er wird ein so sanfter, vä-terlicher Ton für mein Herz, wie es kein Bild,keine Ansicht durch's Auge je werden könnte. DieStimme weckt, wie Jesaias sagt, mich alleMorgen und beseelt mir Harfe und Seele: sicweckt mein Ohr, daß ich höre wie seinJünger und nicht ungehorsam zurück-bleibe. So hob sie Adam von der Erde undöffnete ihm Ohr und Auge, lehrte, strafte ihn undverließ auch fein gefallenes, niedergesunkencs Ge-schlecht nie. Eben in Zeiten der mühseligsten Ver-wirrung kam sie wieder, und schuf Weise Gottes,heilige, reine, geliebte Seelen, die sie empsiengen,die sie verstanden, die sie andern auszusprechcn,ja sie mit ihrem Leben zu besiegeln, bereit waren.Das Buch der heiligen Natur und des Gewissensward durch den Commentar der Tradition allmäh-lich aufgeblättert, erläutert, erkläret.
Mit