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Briefe,
Heide ein Gesetz, wie Paulus und die gesundeVernunft ausdrücklich sagen, hat er Verantwor-tung darüber, ein Gewissen, ein verklagendesoder beruhigendes Gewissen, wie Paulus ausdrück-lich sagt: wohl! so hat er auch Tugend! die jaChristus an Heiden und Samaritern so oft preiset:so wird er auch einen Richter haben, der nach die-sem Gesetzbuch, das Paulus deutlich nennet, überihn urtheilet und sein Schicksal bestimmt. Diesalles ist so klar, das Gegcntheil davon ist so men-schenfeindlich , Vernunft - und schriftwidrig, daß ichmich abermals wundere, wie je solche Zwiste undSchcidwande von pharisäischen Händen, die dieSchlüssel des Himmelreichs besaßen, haben aufge-führt werden können. Selbst die Juden, die jenerRömer ockli tiurnuni Asnsrrs conviotos halt,haben nicht also geeifert und entschieden.— Jndeß,mein Freund, wenn wir zum Verdammen der Hei-den keinen Richterstuhl haben; wer hatte uns den-selben zu ihrer Seligsprechung eingeräumet? Lassenwir doch den Vater der Natur schelten und richten,wie Er will, nicht wie wir's für gut meinen. Erkann Zeiten der Unwissenheit übersehen, und wird
Zeiten der grobem Unwissenheit ahnen-was
kümmert's uns? Ehorazin und Bethsaida ist überTyrus und Sidon nicht Richter, sondern cs ist einhärterer Mitbeklagtcr.
Also ist in diesem Betracht kein Streit zwi-schen Natur und Schrift, zwischen Gesetzbuch undGewissen; aber wohl ist ein großer Unterschiedzwischen ihnen, der abermals nicht übersehen wer-den muß. Natur ist das WerkGottes; aber wie