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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 333

Siebenundzwanzigster Brief.

Zweitens. Der Streit zwischen Natur undSchrift entscheidet sich, dünkt mich, aus dem Vor-hergehenden ziemlich. Denn was ist Natur? wasist Schrift? Ist Natur nicht auch eine Schrift,eine sehr lesbare, hohe Schrift Gottes an die Men-schen? Der treffliche > 9 . Psalm erkennet sie dafür,und wie viel Psalmen und Kapitel der Bibel sindnichts als Blatt er dieser Schrift! laulbargemachteTöne dieser göttlichen Natursprache. Daserste Kapitel der Bibel, so manche Beschreibungender Natur, zum Theil aus dem Munde Gottesselbst, in Hiob, den Propheten u. f. sind dies offen-bar, und Paulus sagt mehr als alles, wenn erdiese Sprache der redenden Schöpfung eine förmlicheOffenbarung Gottes nennet, die keinen Heidenvon seiner Verantwortung freilassen wird. So lie-bet Christus den Gott und Vater aller Welt,aller Nationen und Völker; so predigtPaulus ihn den Heiden. Es sind so freie Stel-len in mehrern seiner Vortrage und Briefe, daßich mich wundere, wie es Einem Barbaren hat ein-sallcn können, die Sprache der ganzen Natur, dieSchrift Gottes an Himmel und Erde zu vernich-ten, um, wie er thöricht meinte, statt ihrer eineandere geltend zu machen, die ja auf allen Blat-tern von jener redet.

Und wo Wahrheit ist, da ist auch Tu-gend, dieser Wahrheit gemäß. Hat der