das Studium der Theologie bctr. 33t
aus denen jene großen Wahrheiten geflossen sind,und in denen ich noch immer mehr, als du in ih-rem Abfluß hast, zu besitzen glaube. Laß mir diesemenschliche Schwachheit; deine Abstraction habe ichja doch auch mit dir. Warum willt du intolerantseyn, da ich tolcrire? warum soll ich ein reinerBern unftgeist werden, da ich nur ein Men schseyn mag, und, wie in meinem Daseyn, so auchin meinem Wissen und Glauben als eine Welle imMeer der Geschichte schwebe? Unendlich istdoch immer der Umfang ewiger Wahrheiten, dasgiebst du zu. Du giebst also zu, daß du, endlicheVernunft, sie nicht übersehen kannst, und in Ewig-keit lernen müssest, lernen werdest. Erlaube mir,daß ich glaube, das als Bild zu haben, was ichals Sache noch nicht übersehen kann, das als Ge-schichte zu haben, was Ewigkeiten hindurch meineGeschichte seyn oder sie bestimmen wird. Meinewiger Vater hat mir diesen kindlichen Aufschluß,diese Unterweisung Fr rcroirrcs xv «rvr^ittrr gege-ben , an die ich mich durch Glaube, Liebe undHoffnung festhalte und deine Harmonie ewiger Wahr-heiten auch in diesem höheren Licht, mit göttlichemAnsehen bestärkt, meiner Fassung gemäß, im Kreisemenschlicher Gestalten sichtbar gemacht, auch mitgenieße und dankbar fühle. Laß mich! Zu rechterZeit, wenn dein Gebäude einmal, vielleicht aneinem Strohhalm, wanken wird, kommst du dochwieder." Leben Sie wohl.