Briefe,
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turallsten. Was demonstrirten jene nicht! wasfanden sic nicht für gut zu dcmonstrircn! Die ge-schlagene Blindheit unserer Vernunft; und dannsollte doch diese stockblinde Vernunft wiederum dieNolhwendigkeit, Wirklichkeit, Beschaffenheit, Nutz-barkeit der Offenbarung, aus sich selbstbis auf ein Haar demonstriren! Sie bewiesen eineüberall stumme Natur und lobten doch beiallen Verdammungen die aufgeklärten, wo hl spre-chenden Heiden, die ja nur diese stumme Naturgehört hatten. Wenn's endlich gar aus Naturund Gnade kam; Himmel, welche sonderbareZankereien entstanden zwischen diesen beiden Matro-nen , Natur und Gnade. Die Eine wollte durch-aus nicht annehmen, was ihr die andere zubereitethatte, und wenn's Ambrosia und Neckar wäre: siemußte es erst anders kochen, anders destilliren.Keine blieb, wo die andere war, und haderten solange, bis die Stärkere Ueberhand bekam, ihreFeindin einschnürte, daß sie sich nicht mehr regenund rühren sollte, und nun sie als Ueberwinderinjauchzte. Schöne Vorstellungsart des Einen ed-len Werks Gottes, der Menschheit und ihrer Bil-dung, wenn man'S also zertheilet und gegen sichselbst aufreibet. Eine sonderbare Gnade, die dieNatur, wie Saturn die Kinder, auffrißt, vernichtet.
O des traurigen Mißvcrstandes der besten bib-lischen Worte! wehe der unseligen Uebertragung ausSprache in Sprache, wo zuletzt vom Anfänge und^ Urbcgriff keine Spur bleibet! Vernunft und Schrift,Natur und Gnade , Natur und Offenbarung —sind sie nicht alle Geschenke Eines Gottes? und