»
das Studium der Theologie betr. 323
Verstand Gott schuldig ist, u. f. sehr les-bar. Die Schriften unserer alten und guten Theo-logen sind voll dieser Materie; durch sie muß mandie Theologie, wie den Baum an seinen gutenFrüchten, beurtheilen, schätzen und lieben lernen.Die Folge, wenn wir auf Lebensbeschreibungen undAmtsführungen der Theologen kommen, wird unshierüber ein Mehreres sagen. Leben Sie wohl.
Sechsundzwanzigster Brief.
Sie sind also auch in den unseligen Zwist zwi-schen Natur und Schrift, Natur und Gna-de, Vernunft und Offenbarung gerathen!so ties hincingerathen, daß Sie keinen Ausweg wis-sen und glauben, Eins von beiden aufgcben zu müs-sen, um das Andere zu erhalten. Ich bitte Sie,mein Freund, sehen Sie um sich ; es ist nicht Zwist,sondern nur verschiedene Bahn auf Einem Wege,mehr oder minder zu Einem Ziele. Hören Siemich an.
Es ist nicht gut, daß man Gegensätze macht,wo keine sind; noch minder, daß man zwischenfriedfertige Partheien Zerrüttung säet und Eine,weil sie nicht die Andere ist, auf Kosten der andernlobet. Mich dünkt, die Retorsion wird das Min-deste seyn, das darauf folget. So ging's vielleichtzwischen Theologen und den sogenannten Na-
X »