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Briefe,
„ker Seele fassend, eine schöne und glückliche Erndte„des Lebens zu genießen streben. Aber cs ist selten,„das Werk dieses Ackerbaues; cs geräth mit Mühe„und langsam. Indessen wie in einer dicken Nacht„cs nur weniges Licht bedarf zur Erleuchtung: so„bedarf auch das menschliche Leben dieses seltnen„und wenigen Zunders nur hie und da; in diesem„und jenem Menschen einen flammenden Funken.„Denn des Guten und Schönen in der menschlichen„Natur ist überhaupt nicht viel: der Himmel will„aber, daß durch dies Wenige das Ganze erhalten„werde. Nimm dem Leben die Golteswcisheit: so„nimmst du ihm seinen ersten lebendigen Funken„der Begeisterung, wie wenn du dem Körper die„Seele, der Erde die Fruchtbarkeit, dem Lage die„Sonne nimmst: der Körper ist todt, die Erde un-brauchbar und der Tag verschwunden."
Nachschrift. Wollen Sie die schöne Abhand-lung eines unparthciischen Mannes über das Stu-dium der Theologie lesen: so bekümmern Sie sichum Robert Boile, des berühmten, ruhmwür-digcn Physikers, kleine theologisch cSchriftcn.In ihnen ist die untenbenannte Abhandlung *), sowie eine andere über dieSchrei bart der Schrift,über die Derchrung, die der menschliche
*) „Won den Vorzügen des theologischen vor demStudium der Welkweishcit." Man hat auch einedeutsche Uebersetzuug von sogenannten auserlese-nen theologischen Schriften R. Boile, Halle r7vg.