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Briefe,
oder arzneieten und gesund machten? ob sic mit ih-rer Pflicht spielten, oder sie von Herzen, mi<Mühe trieben? Die dritte Frage war: wie sieh e r a u sz u z i e h e n gedächten? ob fett an Gü-tern , von Müsflggang weich, glatt und gleißendein gutem Namen; oder dürre von Kreuz, vollSchwülen des Knieens vor Gott, voll Runzelnder Undankbarkeit von Menschen? Oft verstummtendie Herren zu diesen Fragen. Dann wandte ersich an die Jünglinge : warum sie in's Amt
wollten? wie sie zu dem schweren Schritt, Geist-liche zu seyn, gekommen wären? Die waren offe-ner ; meistens horte er aber: „je, das gienge so!„Geistlich ftudire sich so leicht; geistlich gebe so„bald Bcod und so bequemes Brod, und wenn„man einmal darinnen sey, so sicheres Brod, und„so anständiges, ehrwürdiges Brod. Da bedürfe„man so wenig Geschicklichkeit, und doch rücke man„mit der Zeit weiter." Der Provinzial seufzte.Glückliches Jahrhundert, sprach er, das den schwe-ren Dienst Christi, in dem Petrus und Paulusnur Leiden, Schmach und Tod fanden, in so be-queme Ruhe, Gewinn und Ehrenstellcn zu ver«wandeln gewußt hat.
2. Die begrabene Wahrheit.
Nur Gott ist's der die Tobten erwecket; <Ssey denn, daß er etwa seiner Lieblinge Einem di«himmlische Gabe leihet. Wir thun wohl, verstor-