das Studium der Theologie betr. 207
stimmung zu diesem Stünde halte; schreibenSie mir dieses auS Ueberlcgung und UcbcrzeUgung.Ich bin sodann bereit, mich nach bestem Wissenüber Alles zu erklären, worüber Sie mich fragen tdenn in der Welt kenne ich kein belohnenderes Ge-schäft, als Jünglingen zur näheren Bestimmungihres Lebensweges zu dienen. Erlauben Sie, daßich abermals mit einigen Parabeln von eben demgelehrten, frommen und angesehenen Theologen un-serer Kirche schließe, von dem auch die Beilagenmeines letzten Briefes waren. Nennen werde ichihn künftig, bei Fällen, wo er uns Noch strengereWahrheit wird sagen müssen.
n DerPrSvinziat.
Werner von Onshusen, ein Provinzial, pfleg-te, wenn er seinen Sprengel bereisete, die Geistli-chen dreierlei zu fragen. Erstlich: wie sie in's Amtgekommen scyn? ob bei Tage, als ihre Vorgesetz-ten wachten: oder bei Nacht, als die Leute schlie-fen und der böse Feind sacte? ob auf den Füßen,durch gutes Verdienst; oder zu Pferde, auf kräfti-gen Verbitten und Recommendationen? ob durchdie Thüre — eines ordentlichen Rufs; oder hineinzum Fenster? ^ Dies war die erste Frage; diezweite hieß: wie sie im Amte lebten? obdes Herren Weinberg bauend oder von dessen Früch-ten zehrend? ob sie andere streichelten, salbten)
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