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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Brief«,

keine Nebensache Hauptwerk werden; kein redlicherMann wählet sich ein Amt, damit er nicht dasAmt, sondern ein anderes Ding treibe; sonst wirdauch gemeiniglich aus Haupt » und Nebensachenicht viel.

Endlich, wäre auch wirklich Ihr Zweck, from-me Eindrücke unter den Menschen zu befördern,so scyn Sic noch auf guter Hut, wcß Geistes undGrundeS dieser Trieb sei) ? Ich halte Sie von demMethodismus frommer Empfindungen fern, ausdem selten was Rechtschaffenes wird, oder langebleibet; ich weiß aber, daß uns zuweilen eine ju-gendliche Hitze für frommen Enthusiasmus gilt,und bei den besten Menschen das Herz den Ver-stand auch übereilet. In Entschlüssen auf's ganzeLeben hat dies üble Folgen, und Christus rathnicht umsonst, ehe man ein Haus bauet, zu sehen,auf welchen Grund man baue? Fast ist kein Standunter allen gelehrten Standen, wo so viel Krüppelzusammen kommen, als der geistliche; Noch, Ar-mut!,, niedriger Ehrgeiz, hundert schlechte Vorstel-lungen treiben die Menschen dahin zusammen, sodaß Gott statt der Erstlinge seines Geschlechtsoft mit dem Ausschuß zufrieden seyn muß. Obnun gleich auch hierin seine Hand im Spiel ist,und selbst durch dies Unedle bisweilen Zwecke be-fördert werden, an welche das blinde Werkzeugnicht denkt: so ist's doch von unserer Seite Pflicht,jeden Gottesdienst vernünftig seyn zu lassen,daß es ein lebendiges, reineS, ihm wohl-gefälliges Opfer werde. Ich schreibe Ihnenalso nicht, was ich für die reinen Zwecke in Be-