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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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Beredsamkeit zu schleudern; Wo ist Markt; WoVolk und Absicht; Welche schnelle Entschlüsse sindhier zu erregen; welche Leidenschaften zu empören;welche Neuigkeiten zu deklamircn; Schon die Sa-che der stillen Vernunft und Ueberlcgung, die Ma-terie des Rechts, der Belehrung, verschmähet die-sen fremden Pomp, dies widrige Geräusch vonWorten; und Religion, das verschwiegene, beschei-dene Kind des Himmels, sollte solche Ankündigungbedürfen, wollen, lieben? ja nur nicht äußerst ver-abscheuen , hassen, fliehen? Meistens gcschichl'sauch, daß dem Declamator, wenn die Iugcndhitzevorüber ist und mit den Jahren der Verstand kommt,das Rauch - oder falsche Donncrgefaß selbst aus derHand fallt. Die Floskeln der Beredsamkeit umsein Haupt sind verwelkt; die nichtigen Blüthcneines unwesentlichen Ruhms sind abgefallen. Erfindet, er muß zu viel predigen, zu oft über Ei-nerlei predigen, über Sachen reden, die, in Wort-schmuck ausgelöst, nicht mehr, was sie sind, blei-ben , also auch nichts mehr wirken, am wenigstensbei der vermischten Menge wirken, die ja für dasFeine der Beredsamkeit kein Ohr hat. Oft werdendaher die größcsten Declamatorcn zuletzt die schlech-testen Prediger oder sind's vielmehr immer gewesen.Wer einer Sache selbst überdrüssig ist, wird'Sschwerlich verbergen, daß nicht auch jeder ihrer über-drüssig werde.

Oder wählen Sie den geistlichen Stand einereinträglichen Stelle und der lieben Ruhewegen, bei der sich so gut studiren laßt? Ich

wünsche