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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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303
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das Studium der Theologie betr. 3n3

che trieb, so sind die Aeußerungen, so die Folgen.Prüfen Sie sich hierüber scharf, aber männlichund ruhig.

Suchen Sie Ehre, politischen Rang in derWelt; warum wollten Sie sich diesen Stand wäh-len? Sie kommen in ihm nicht hoch, und wennSie am höchsten gekommen sind, schätzen mancheSie, des albernen Standes wegen, noch niedrig.Ucberdcm ist wohl nichts unwürdiger in der Chri-stenheit, als ein Ehrwürdiger, der nach Ehre läuftund nirgend geehrt wird. Politische Theologen,feine Ministcrtheologen, wie sie meistens sind, sindmir, zumal in der evangelischen Kirche, die verächt-lichsten Leute. Dem armen Dorfpfarrer sind sieEngel der Großen: den Großen sind sie meistens,ihrer kriechenden Dienstbarkeit wegen, Engel. Sel-ten Salbung aufs Haupt, desto mehr nachgebende,oft übelriechende Fußsalbe. Und kurz, ich glaubenicht, daß der Mann , der nach Ehre läuft, sichin unserer protestantischen Kirche zu einem Dienerdes Evangeliums, auch nur seiner eigenen Ruhe,noch mehr aber der Würde und Absicht seinesStandes wegen, schicke

Suchen Sic die Theologie, des Glanzes,der Beredsamkeit wegen; Sie irren sich undwerden bald mit Ueberdruß Ihren Jrrthum finden.Mit den Demosthenen und Cicerone» auf der Kan-zel ist's nicht weit her: sie kommen auch nichtweit hin und werden ihrer Kunst meistens selbst zu-erst müde. Was ist hier mit dem Donner derKunst zu donnern? was mit den Blitzstrahlen der

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