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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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301
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das Studium der Theologie bctr. 2oi

Thcil an ihrer Freude: allerdings, sagte sie, hastdu Ursache, dich zu freuen, Schwester; aber auchnicht zu sehr zu freuen , denn deine Jugend warin manchem doch anders. Daß nach so viel An-fällen mächtiger Feinde du noch erhalten und frischbist, hast du dem zu danken, der, als Vater, inder Kindheit dich pflegte, dem Gott der Wahrheitund Menschenliebe; aber etwas haben deine Kräftedoch abgenommen, wie du selbst stehest. Einstkonntest du die Großen zähmen, die deinen Zaumjetzt gar nicht leiden: einst die Armen nähren, diejetzt hungern; Gesetze geben, die jetzt jeder auf dasschändlichste abwirft; der Philosophie gebieten, dienun über dich zu herrschen strebet; das Volk bewe-gen, das jetzt starr ist; Gott verstellen auf Erden,dessen Ehrfurcht und Andenken jetzt beinahe ver-schwunden, den Satan überwinden, von dessenWaffenträger jetzt alles voll ist. Die Religion seufz-te : ihr Seufzer war das schmerzhafteste Geständnis;.Guten Muth, Schwester, sprach die Andacht wei-ter : bedenke, wie herabgckommen du vor einigenJahrhunderten wärest, und wie dir Gott durchwenige Männer in so kurzer Zeit aufhalf. GiebtGott dir deine erste Jugend, deine alten Kräftewieder, und er kann's! dann wollen wir jauchzen.Vorjetzt wollen wir dcmüthig seyn und nicht Mas-sen , zu bitten, zu strebe», daß Er's bald khunmöge.