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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Seite
298
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Briefe,

Religion zu streiten: denn über das, was eigent-lich Religion ist, laßt sich nicht streiten. Wedererstreiten, noch wegstreitcn laßt sich'S; so wenigman das Licht hören, oder den Geist mahlen kann.Der Geist des Christenthums flieht Streit undHader. Wehe denen, die die Religion nicht an-ders zu vertheidigcn wissen, als durch Worte,zumal durch Schelkworte! und armselig ist der, dersie durch nichts anders anzustreitcn weiß! Ichlege meinem Briefe einige Parabeln bei, dieIhnen mehr sagen werden, als ich Ihnen sagenkönnte. Es sind Reliquien eines großen Theologenunserer Kirche. *)

i. Die Christen.

Täglich hörte die christliche Religion von Droh-ungen und Anfallen fürchterlicher Feinde: sie qiengalfo einmal hin, auch ihre Bürger zu mustern,die Waffen und Fertigkeit ihrer Streiter zu prü-fen. lieber allen Glauben fand sie sie gerüstet undfertig. Ein großes Leer Bewaffneter, starke dro-hende Körper, Waffen, mit denen man schnell,wie der Blitz, exercirte, die auch wie der Blitzglanzten. Sie freute sich hoch, da sie's von wei-tem gewahr ward; aber als sie naher kam, fastsiel sic ohnmächtig nieder. Was sie für Eisen und

') Joh. Valentin Andreä.