das Studium der Theologie betr. 297
würde uns darüber historischen Aufschluß*)geben: denn zum dogmatischen Verstände seinerSchrift haben wir wohl keine neuen Züge nachMorgenland nöthig-
Im N. T. ist manches noch unerörtert, z. E.die Gabe der Sprachen, insonderheit wie sie Pau-lus 1. Cor. 14. angiebt. Solche Dinge gehörenindeß weder zu unserm Glauben, noch zu unsererWohlfahrt: und Sie thun im Anfänge gut, sichvor ourioaia zu hüten. Am sorgfältigsten, meinFreund, meiden Sie die Autorschaft darüber. Zufrüh oder unmäßig gebraucht, macht sie den Kopfwüste und das Herz leer, wenn sie auch sonst kei-ne üblen Folgen gäbe. Ein Mensch, der die Bi-bel nur liefet, um sie zu erläutern, liefet sie wahr-scheinlich übel, und wer jeden Gedanken, der ihmaufstoßt , durch Feder und Presse versendet, hatsie in kurzer Zeit alle versandt, und wird baldein bloßer Diener der Druckerei), ein Buchstaben-setzer werden. Fliehen Sie's, wie eine Pest, über
*) Sie sind uns, und zwar meiner Vermuthunggemäß, durch Rorbergs Reisen (siehe seineeonrnreniat. äs religions er lingna Labaeo-ruin, verbunden mir Walchs observnrion. äsLadneis, beide in den Schriften der GöttingerSocietät) zum Lheil schon worden, auch auf'sEvangelium Johannes bereits angewandt wor-den: s. Overbecks neue Versuche über dasEvangelium Johannes 17L4.