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Briefe,
Die Schriften Johannes sind stille Wasser,die tief gründen: die leichtesten an Worten, mit
dem umfassendsten Sinn. Sein Evangelium ist,wie seine Offenbarung, voll Plan und Absicht.An wenige Worte, z. E. Licht, Leben, Wort,Brod des Himmels, Wasser des Lebens,zu Christo kommen, vom Vater ihm ge»geben, versiegelt werden u. f. hangen sichganze Neben Christi, die mit großer Sorgfalt, sowie seine wenigen genau erzählten Wunder, aus-geführt und zu Einem Zweck neben einandergestellct sind. Ich wollte, daß sich aus dem Mor-genlande einmal Umstande entdeckten, zu welchernächsten Absicht Johannes eigentlich sein Evan-gelium also eingerichtet habe? Gab diese ihm etwaJohannes deS Täufers Schule? wie wir eine solcheApost. 19, 3. eben in dem Ephesus antreffen, woer lebte, und die auch noch jetzt in Asien fortwäh-ret: denn umsonst ist's doch nicht, daß unser Evan-gelist so oft und ausdrücklich den Johannes unterChristum ordnet, und jenen nur als Zeugen diesesdarstellt. (Kap. r, 6 - 35. Kap. 3, 25 - 36. Kap.4, r. 2. Kap. 5, 33 - 36. Kap. 10, 40. 42. u. f.bis Kap. 20, 3i.) Waren diese etwa für die Ehreihres Johannes harter eingenommen, als die, soPaulus fand und auf Christum taufte? Waren sieetwa, wie sie noch jetzt sind, mit philosophischenSecten verschlungen, deren gewohnte, prägnanteLicblingsausdrücke also Joh.mncs braucht, ausChristum anwendet und eben damit rectisicirct?Eine nähere Kenntniß dieser Secte aus dem Orienther, und der heiligen Bücher, die sie noch haben,