das Studium der Theologie betr. 291,
den frischen Hefen der Kelter trinket; wer von Al-ten lernt, ist gleich einem, der zeitige Traubeniffet und alten Wein trinket. Siehe aber nichtauf die Kanne, sondern auf das, was darinnenist. Es giebt neue Kannen voll alten Weins, undalte Kannen, darin nicht einmal neuer Wein ist. —
Viererlei Arten sind derer, die vor den Wei-sen sitzen. Einige sind dem Schwamm ähnlich, deralles einfaugec, Helles und Trübes: andre einemTrichter, wo, was man oben eingießet, unten auS-lauft. Andre einem Seiher: ein Seihetuch läßtden Wein auslaufen und behalt nur die Hefeiij;die Vierten einem Siebe, welches das dünne Staub-mchl durchfallen laßt und das Semmelmehl behalt.
Ich darf nicht hinzusetzen, in welche Clas-se ich Sie wünsche.
Dreiundzwanzigster Brief.
Ich habe nur noch weniges vom Lesen desN. T. zu schreiben, und wir gehen zu den eigent-lich so genannten theologischen Wissenschaf-ten über.
Ueber die Göttlichkeit dieser Schriften me-taphysiciren Sie so wenig als möglich. Der ino-cius davon ist keine Sache des Disputs; und die
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