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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

sten nicht, bis du an seiner Stelle gestanden. Sa-ge nichts, welches man nicht verstehen kann, daßsolches am Ende werde verstanden werden; sageauch nicht, wenn ich Muße haben werde, will ich'»erklären; vielleicht möchtest du nicht mehr Zeit da-zu haben.

Warme dich an dem Licht der Weisen, hütedich aber vor ihren Kohlen, damit du dich nichtverbrennest. Denn ihr Biß ist, wie der Biß desFuchses, ihr Stich, wie der Stich des Scorpions,ihr Murmeln, wie das Zischen einer feurigenSchlange.

Der Tag ist kurz; der Arbeit ist viel: derLohn ist groß: der HauSvater treibt mit Ernst zurArbeit; und doch sind die Arbeiter träge. Esliegt dir nicht ob, das Werk zu vollenden; es ste,het aber auch nicht bei dir, es gar zu unterlassen.Alsdenn aber wird dein Lohn groß und viel.seyn,wenn du viel im Gesetz lernest, und übest; er isttreu, welcher der Herr deines Werks ist , und wirddir den Lohn deiner Arbeit bezahlen.

Wer ist ein Weiser? Der von jedermann ler-net. Wer ist stark? Der seine Begierden bezwin-get. Wer ist reich? Der sich über das ihm beschie-dcne Theil freuet. Wer ist geehrt? Der andere

Menschen ehret.

Mache das Gesetz nicht zu einer Krone, damitzu prangen; noch zu einer Hacke, damit zu graben.

Wer von jungen Leuten lernt, ist gleich ei-nem, der unzeitige Trauben issct und Wein aus