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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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279
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das Studium der Theologie belr. 279

Die immer rege, still und zart,

Ihn mit des Vaters Gegenwart,

Die Welt mit seinem Trost belebte:

Er fühlte sich in Gottes SchoosUnschuldig - treu, verschwiegen - groß.

Ein Hirte, der sein Schaflein sucht,

Und sanft es lockt von seiner FluchtUnd liebreich es im Busen trüget:

Ein Arzt für jedes Herzeleid,

Ein Freund für jede Bangigkeit,

Der Mattes stärkt, das Kranke pfleget:

Das sanfte, stille Gotreslamm,

Das fremde Sünden auf sich nahm:

Schon hatt' er seines Kreuzes LastMit Heldenmuth cmporgefaßt,

Schon schwebt' er in der Dornenkrone:

Von seinen Lippen fließet stumm

Sein letztes Evangelium

Von Gottes Reich, vom cw'gen Lohne:

Sein Auge bricht in LodesnachtUnd Himmel war um ihn erwacht

Da bebte mir, mir sank die Hand;

Ich muß, ich muß Dir dieses BandGeliebter, unvollendet geben.

Nimm hin es! Deiner Seele Bild,

Nur schweigend - groß und thatig - mildIn stillen Lhaten will cs leben.

Des reinsten Herzens HimmelsscheinWill nur ins Herz gestrahlet seyn.