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Briefe,
Das Diadem der Liebe.
1699.
Ich wollt' um meines Herren Haupt,Das jüngst mit Dornen war umlaubt,
Ein Diadem von Seite binden;
Das sollte wie die Unschuld reinUnd zart wie seine Liebe seyn,
Mit Blumen wollt' ich's rings umwindenUnd webte mit demüth'ger HandDenkmale von ihm in dies Band.
Ich stickt' ein kleines Palmen-Reis,
Das zu Jehovah's stillem Preis,
Zum Lebensbaum den Völkern blühet:Hier einen Weinstock voller Saft,
Die Trauben an ihm voller Kraft,
In denen Gottes Sonne glühet:
Den Oclbaum, der vom Felsen sprießtUnd Segen auf die Menschen gießt.
Ich zeichnete den schönen Stern,
Der aus des Aufgangs grauer Fern'Hervorgieng über stillen Hügeln:
Die Morgensonne, groß und gut,
Die wie ein Meer voll GottesglutUns Heil bringt unter ihren Flügeln;
Sie trankt mit balsamreichem LhauDie matte Flur, die dürre Au.
Und von den Bildern stieg ich schonAuf zu Ihm selbst, dem Menschensohn,Auf dem die Friedenstaube schwebte,