das Studium der Theologie betr. 265
und sic einem vernünftigen, würdigenGottes; weck des A. T. so gemäß sind.Genug, die Anführung des A. T. geschah in keinemandern Geiste, als in welchem sammtliche Schriftendes N. T. gestcllet sind, im Geiste der Einfaltund thörichten Predigt. Wo sind die
Klugen? sagt der Apostel. Wo sind die
Schriftausleger? Wo sind die Welt-weisen? Hat nicht Gott die Weisheitdieser Welt zur Thorheit gemacht? Weildie Welt in ihrer Weisheit Gott in sei-ner Weisheit nicht erkannte, gefiel esGott wohl durch thörichte Predigt seligzu machen, alle die, so daran glauben.So reden die Apostel und so geben sie selbst dieRegel, nach der sie citiren, unverholcn an. Siewollen nicht gelehrter und künstlicher seyn, als siesind. Sie sprechen über diese und aus diesen Stel-len als Zeugen, daß Gott ihren gesummten Sinnin Jesu entwickelt, bekräftiget, besiegelt habe. Sierathseln Jesum nicht aus ihnen heraus; sondernsie deuten auch diese Stellen auf ihn, weil al-les sich auf ihn bezogen habe, weil alles in ihmerfüllt sey und Gott diese Erfüllung vom Him-mel bewiesen.*)
Ueberhaupt, dünkt mich's, mein Freund, daßwir die Schriften der Evangelisten und Apostel vielzu gelehrt lesen; da beide doch keine Gelehrte wa-ren und eigentlich auch für Gelehrte nicht schrieben.
) Apost. r3, 2 -Z 2 . Kap. 3, r6- r6. K. ro, Zg. Ag.