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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

Ist ihm nicht eben der Umriß genommen, der dasWerk unfern sterblichen Augen zum Wunder machte?Die Handlung muß in ihrer neuen Sphäre, zuder sie der Dichter hebt, so natürlich oder so un-natürlich , so klein oder so groß werden, daß wirsic entweder nicht zu übersehe» vermögen, oder daßihre Größe verschwindet. Wenn ich zum kleinstenGeschäft der Welt, in der ich lebe, tausend Ge-sandtschaften nöthig habe; so ist dies eben so wenigwahre Hoheit, als wenn ich in meiner sinnlichenWelt zum Bewegen des Fingers tausend Dienerbrauche. Wären sie auch da; so müßten sie ver-borgen seyn, wie Gott die Lebensgeister und dasWallen unseres Bluts verbarg und nur ihre schönewunderbare Wirkung von außen zeigte. Christusverschmähte es, Myriaden Engel vcn Gott zu ru-fen, dem Petrus seinen Schwerrschl^g zu ersparen;ja er ersparte ihm den Schwertschlag selbst, ohne

Engel.-Christus stirbt und die Erde bebt,

die Felsen zerreissen, die Gräber thunsich auf; das ist groß, das ist göttlich. Warum?es thut die Wirkung, die es thun soll: eS erschüt-tert uns sinnliche, schwache Geschöpfe, es machtGrausen und Erstaunen. Nun lassen Sie einenEngel lange bereit stehen und auf den Augenblickdes Abschieds warten, daß der Stern vor die Son-ne rücke ; die große Handlung, dünkt mich, verliertvon ihrer Größe; auch alle Physik der Sonne, desSterns, und der Fortrückung dabei noch ungerech-net. Sie sehen, diese Dinge liegen nur als Sinn-lichkeiten in unserm Kreise; aus ihm gehoben,werden sie metaphysische, oft antiphysische Subtili-taten , die uns an der Begebenheit selbst eher Zwei»