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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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240
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Briefe,

her, woher er sie nicht nehmen sollte. Diese kom-men ihm nachher, auch wo sie ihm nicht kommensollen, in Liedern, Predigten, in Vorträgen an'sVolk wieder; und überhaupt, dünkt mich, erträgt'sdie Absicht, und die Einfalt des Christen -khums nicht, daß seine Geschichte das Feld will-kührlicher, wenn auch auf's beste gemeinter Dich-tungen werde.

Ich bitte, lesen Sie die Evangelisten in ih-rem simpeln Gange; was ist da zu dichten? waszu cpopöircn? Daß Christus geboren wird und inWindeln liegt, daß er nach Aegypten flieht undFremde ihn zuvor finden, anbcten und beschenken,daß er im Tempel dargestellt wird und in der Stil-le erwachst; daß er durch Berührungen und Macht-worte Wunder thut, süße, aber simple und nichtzu verändernde Worte des Lebens spricht, daßer angefeindct, von einem Böscwicht verrathen,von einem furchtsamen Schüler verlaugnet, falschangeklagt, übel vor Gericht behandelt, unschuldigverurtheilt, gegeißelt, gekreuzigt wird, am Kreuznach wenigen Worten stirbt und in's Grab kommt sagen Sie, was wäre an dieser so einfachen,zarten, nur durch ihre Einfalt bestehenden Men-sch e n g c sch i ch t e, was Stoff zur homerischenoder virgilischen Epopee gäbe? Ich meync, natür-lichen , nicht herbcigeholtcn Stoff, noch wenigerhineingezwungene Dogmatik. Der Heiland derMenschen, hätte er gewußt, daß sein Leben, in ei-ner Epopee vorgctragen, eine bessere, stärkere, reinereWirkung thate, als in einem simpeln Evangelium;

hätte