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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie bctr. 23 S

wird als Sohn Davids kommen, das Senfkornwird Baum, die stille Saat eine Freudenerndtewerden; es wird ihn sehen jegliches Auge,auch die ihn stachen, und werden weinenüber ihm alle Gcschlcchte des Landes,als über ihrem geliebtesten Sohne-

Siebentens und endlich. Sie sehen also, meinFreund, daß mit allen Citativncn aus dem A. T.niemand eigentlich zum christlichen Glauben zuzwingen sey, weil ihre Erfüllung doch abermalsauf dem Geist vieler Begebenheiten, der ausallen zusammengcfaßt und in seiner einzigen Ein-heit empfunden werden muß, beruhet. Will je-mand sagen, die Propheten haben von gar kei-nem Messias gcwcifsagct: sie schrieben auf's Gc-rathewohl Bilder der Zukunft; so mag er dieses,ihnen selbst und dem Glauben aller Zeiten entge-gen, sagen! Sagt er: die Propheten konnten,sie durften von keinem Messias, als einem Glau-bensartikel , weissagen: so gebe ich ihm das Wort„Glaubensartikel" in dem Sinn, wie wir's neh-men, gern zu. Der Glaube an einen Gott Je-hovah und der Dienst desselben nach seinen Befeh-len, war eigentlich der einzige Glaubensartikelder Juden, d. i. er war ihre Pflicht. Aber zueinem Trost, zu Verheißungen, zu einerEntwickelung des geistigen Sinns Got-tes bei seinen Gebrauchen und Verheißungen inden Vätern laßt man sich doch nicht zwingen; siesind auch jenem nicht entgegengeordnet, sondernliegen als Kern, als innere Wohlthat und Ab-sicht Gottes selbst schon in Moses Gesetzgebung.