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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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212
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Brie sie

und in majestätischer Ruhe, gleichsam Gott zurSeite, als sein Statthalter, als sein Mitregcntauf Zion neben ihm throne, bis er alle Feindeunter seinen Füßen fühle. — Für den An-fang eines Lobliedes, kann man sagen, was istnatürlicher, prächtiger, als dies Bild, dies WortGottes? Der König ist, wie auch der zweitePsalm singet, Sohn Gottes, sein Gesandter,sein Erbe der Völker. Gott gab ihm den Thronauf diesem Berge, nahe den Jebusitcrn , von Fein-den mitten umringt, und bestehlt ihm, so sicher,so ruhig darauf zu thronen, als ob das Werk sei-nes Sieges schon vollbracht sey, und der Gott zuseiner Seite (ein gewöhnlicher Ausdruck der Psal-men) alles für ihn bereits gethan habe. Die Folgemahlt diese KriegSthat Gottes für David, undmahlt sie majestätisch, schrecklich. Iehovah recktnur seinen Scepter, seinen Kriegs - und Be-fehlsstab von Zion, dem Berge seines Pallasts,aus; und siehe, es ist ein Wink zu Davids Sieg:wohin der Scepter reicht, wird Davids Reich;er herrschet — in der Mitte seiner Feinde.Sobald dieser Wink, dies zweite Wort Gottes be-stehlt , strömt Volk, freiwilliges Volkzusammen, eine Schaar der Weihe gleichsam,der Aufopferung und persönlichen Hingabe für ih-ren Gott und ihren König. In feierlichenKleidern erscheinen sie, als ob die Schlacht Got-tesdienst , der Kamps ein Festtag des Sieges wäre.Da steht also die schöne, junge Kriegesschaar; wieThau aus dem Schoos der Morgcnröthefloß sie, Mann für Mann , schnell zusammen, undsteht in weißen Festkleidern und frischem Jugend-