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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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das Studium der Theologie betr. 207

wie Sie, halte auch ich diesen Punkt für einen der

schwersten und feinsten der christlichen Lehre-

Hätten wir bloß mit Meinungen alter Judenzu thun, ob nicht auch Einer oder der andere Rabbi-diese oder jene Stelle, dies oder jenes Bild aus den,der kommen sollte, den Trost Israels gedeutetes»wäre die Sache ausgemacht Werk. Sie dürfen nurso manche Bücher, die aus und nach den Grund-sätzen der Rabbinen selbst streiten, IVlsrtini puZio-neirr kiclsi, Oglatinuiri cls grannig aoilrolic-rsveritntis, insonderheit Schöttgens Jesus, derwahre Messias aufschlagen, wo so viel jüdischeDeutungen unserer Weissagungen auf den Messiasgesammlet sind, daß man sich, wenn dies genugthate, wundern müßte, warum noch nicht alle Ju-den in der Welt bekehrt sind? Ich sage dies ganzim Ernst. Denn, wenn ich Bücher der Art inmeiner Jugend las (und ich las sie der schönen Stel-len wegen gern) so wunderte ich mich wirklich, daßes noch Juden, die nicht zugleich Christen sind,gebe; bis mir in spätem Jahren Christen selbst dieBinde von den Augen zogen. Ich hörte sie näm-lich häufig behaupten: Die Stellen und Weissa-

gungen des A. T. seyn in unserm Gesalbten mei-stens nur durch Accommodation erfüllt, nicht an-ders. Im A. T. hatten sie einen andern Sinn,andern Zusammenhang, andere Absicht; sie seycrrnur durch Volkswahn, durch falsche Regelnjüdischer Auslegung und Deutungskünste, durchUnwissenheit derer, die sie citirt, auf Christumhcrübergezogen, herübergezwungen. Kurz, wir ha-ben nur durch's denakiniuiri der Allusion und Ju-dendcutung einen accommodirten Christus.