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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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daS Studium der Theologie betr. iss

immer der natürliche und erste Umriß der RedenJesu: denn er lebte unter dem Volk, er sprachzum Volke und mußte also nach seincrMeife reden.Insonderheit nimmt auch Paulus aus dieser QuelleLicht; oa er im Ganzen seine Sprach - und Schluß-art rabbinisch gebildet hatte, und diese jetzt auf Sa-chen des Christenlhums anwandte. Tausend Aben-theuer im Ausdruck sollen weg, wenn man Judenals Juden sprechen laßt, nicht als metaphysischeGrammatiker unserer abendländischen Sprachen.

Zunächst treten wohl die Erläuterungen des N.T. aus Joscphus und Philo, zween beinahe gleich-zeitigen jüdischen Schriftstellern. Krebs, Earp-zcv und Lösner haben sich in dieser Bahn be-mühet. Da das Griechische des N. T. bekanntlichHellenismus, eine nach dem ebraischen (zumTheil lateinischen) und andern morgenlandischenDialecten gebildete Schreibart ist; so sind, um sichzu ihr zu gewöhnen, die alexandrinische Uebcrsetzungdes A. T. und die von Origincs gesammelten Doll-metscher zu lesen nützlich; nicht, daß man, wiemanche ralhen, sie immer kapirelweise, dem ebräi-schen Text zur Seite, habe, cS sey denn, daßman sie jetzt eigentlich als Hülfsmiikcl des Ebrai-schen brauchen wollte; sondern frei, ganz, büchcr-weife und für sich allein lesen Sie sie. Die best-übecsetzten Bücher nehmen Sie zuerst: erfrischen

Ihre Lektüre durch einige angenehme apokryphifcheSchriften, wie z. E. das Buch Sirachs, die Weis-heit Salomvns, Tobias, die Maccabaer; dies wirdSie von selbst dem Idiotismus des N. T. zufüh-ren. Ich wünschte, daß wir für diese hellenistische