Auf! seyd der Zetten Licht, das Salz der Erde,Ein Stern der Nacht, ein Keim der Fruchtbarkeit.In euch ist Glanz, damit Glanz um euch werde,In euch ist Gold, daß ihr den Menschen leiht.Auf! dringet durch der Sieger Pforce!
Eng' ist die Pforte, schmal der Weg,
Zum höchsten FreudenorteEin unbetretner Steg."
Er sprachs und gieng voran die Dornenpfade,Die noch dem Sterbenden sein blutig HauptIm Kranze schmückten. Haupt, du lächelst Gnade,Als hatte Ros' und Lorbeer dich umlaubt.Entschlummre. Bald wird deine Krone,Siegprangend wie der Sterne Glanz,
Dem Menschengott zum LohneEin ew'ger Gotteskranz.
Denn sanft wie Gott, gefällig gleich den EngelnWar Güte nur und Huld sein Königreich.Mitfühlend unsrer Last und unfern MängelnUnd sich allein an Kraft und Würde gleich:
Einsam im lauten Weltgetümmel,
In seine Größe still verhüllt.
So strahlt am hohen HimmelDie Sonne, Gottes Bild.
Und konnten Dem ein Unheil Fromme stiften?Die Priester ach! ergrimmte sein Bemühn.
Sie riefen ihn aus ihren alten SchriftenUnd als er kam, erwürgten Priester ihn.
Zu schwer der Heuchelei geworden,
Entgieng er ihrer Lücke nicht.
Ihn riß der SegensordenIns ärgste Blutgericht.