192
Briefe,
wahre, christliche Gute, im Stillen gcthan, ausinnerer Ueberzeugung und Liebe zur Wahrheit, zurBeihülfe der armen, nackten, gefangenen und dar-benden Menschheit —> cs hat von jeher die Welterhalten und erhalt sie; es geht nicht unter, csstirbt nicht, wenn es auch zu sterben scheint, esgeht in unsichtbaren Gefäßen, als Saft des Lebens,als Ambrosia und Manna aller Natur, als GottesLicht, Flamme und Same weiter und wirkt, woman's oft nicht suchen sollte. Die künftige Weltwird nur aus dem bestehen, was in dieser reell,d. i. achtes Christenthum war und als solches in sieübergehen konnte. Die verborgene Saat wird als-dann offene Erndte, das zerstreute Reich der Glie-der Jesu, die von Einem Geist belebt, in mancher-lei Gestalten, die Last des Lebens trugen und denStaub zu Golde zu machen strebten, werden sichfreuen und Eins werden und bei dem Herrnseyn allezeit. Dies, mein Freund, sey unserChristussicgel! Seine Taufe, sein Abendmahl, seinGebet, seine Gleichnisse, sein Leben, sein Aus-gang aus der Welt, sein Eingang in den Himmel,sein stilles Dortseyn, bis daß er wiederkomme mitseinem Reich — alles führt, alles zieht uns darauf,Eins zu seyn mit Ihm, zu leben in sei-nem Geist, als Kinder des ewigen Wa-lers im Himmel. Amen.
N. S. Ich habe Sie mit Fleiß noch zu Endemeines Brieses an die wenigen und zarten InstituteChristi, Taufe, Abendmahl und sein Gebet,erinnert. Ich kann mir nichts freundlicheres, in-nigeres denken; auch wenn ich sie als bloße Insti-tute (Dogmata von Geheimnissen noch abgesondert,)
bc°