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Religion und Theologie Theil 9 (1828) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 1
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Briefe,

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einen feinen dogmatischen Zweifler; Sie werden se-hen, wo Würde, Festigkeit der Seele, Ruhe undGroßmuth sey? Oder warum nenne ich das WortKrankenbett? besuchen Sie beide in Ihren gesunde-sten Tagen, beobachten Sie dieselbe eben in schwe-ren Umstanden, bei Verwickelungen Ihres Lebens,und sehen, wohin sich der Ausschlag neige? Dergrößeste, nützlichste, glückseligste Theil der Menschenbraucht Facta, weil er sich an selbstcrdachte Hypo-thesen nicht halten kann, weil jeder Wind sie um-rcißt oder weil sie für ihn zu fein sind. Die Krafteiner Demonstration ist dem Effekt der feinstenMusik, der Wirkung des feinsten Gemäldes undwas sonst die menschliche Natur Zartes empfindenmag, an Feinheit unendlich vorzuziehen; aber auchnur an Feinheit. Zum täglichen Leben, zum fort-währenden , nährenden Genuß brauchen wir andereDinge, als diese feinen Effekte; gesunde Speise,gesunde Sinne und ihre Wahrheit. Auch die köst-lichste Abstrackion mußte ja aus ihnen bereitet wer-den und kehrt in sic, wenn sie nahrhaft und gesundwerden soll, wieder. Ein Christ, der an einen auf-erstandencn Christus glaubt und da ist, wo Erist, sitzend zur Rechten Gottes, herr-schend in Kraft und Unschuld; hat an sei-nem Facto mehr, als ein anderer an hundert phi-losophischen Zweifeln und Wahrscheinlichkeiten überdie Unsterblichkeit der Seele. Ein Christ, der anChristum thätlich glaubt, d. i. das Factum desLebens desselben durch sein Leben still und wirksamausdrückt, hat an diesem khäligen Glauben mehr,als der größte Theoriker, der allgemeine Moral imBuchstaben aufputzt. So weiter. Mir ist's immer